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Supper Clubs, Lunches ohne Agenda und die Rückkehr der persönlichen Begegnung – eine Einordnung aus Sicht moderner Etikette

Warum wir uns wieder treffen wollen – persönliche Begegnungen heute

Lesezeit: 3 Minuten | von Gabriela Meyer | 17.12.2025

Persönliche Begegnungen statt digitaler Nähe

In vielen Städten entstehen derzeit neue Formen des Zusammenkommens: Supper Clubs, Lunches ohne Programm, Treffen über Apps oder Buchclubs, bei denen Menschen gemeinsam lesen. Dabei steht nicht das Ereignis im Mittelpunkt, sondern das Zusammensein selbst. Das Gespräch. Die Präsenz. Kein Programm, keine Bühne, kein Ziel, das erreicht werden muss.

(Genau diese bewusste Rolle als Gastgeberin oder Gastgeber steht auch im Mittelpunkt meines Seminars Event Hosting und Gästebetreuung.)

Es geht um persönliche Begegnungen – um das Bedürfnis, sich wieder von Mensch zu Mensch zu treffen, jenseits von Programmen, Agenden und Bildschirmen.

Dass diese Zusammenkünfte gerade jetzt boomen, ist kein Zufall. Sie entstehen in einer Gesellschaft, die lange auf digitale Nähe gesetzt hat – und nun spürt, was dabei verloren gegangen ist.

Wir sind vernetzt wie nie – und trotzdem hungrig nach echten Reaktionen im selben Raum.

Supper Clubs bringen Fremde an lange Tische, ohne Networking-Versprechen und ohne Agenda. Apps wie Timeleft organisieren gemeinsame Abende, bei denen es ausdrücklich nicht um Selbstvermarktung geht. Und immer häufiger laden Einzelpersonen zu privaten Lunch- oder Dinnerabenden ein, bei denen Atmosphäre und Begegnung wichtiger sind als der Ablauf. Als Dozentin für moderne Umgangsformen beobachte ich diese Entwicklung nicht nur privat, sondern auch beruflich in Seminaren und Workshops.

Eine Erfahrung aus Athen

Ich habe erst kürzlich in Athen erlebt, wie persönliche Begegnungen gerade ein Comeback feiern. Ein Lunch mit rund vierzig Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kontexten: Künstler:innen, Interior-Designerinnen, Architekt:innen, Journalist:innen, und Expats. Menschen aus Australien, den USA und Griechenland – ebenso wie aus europäischen Metropolen wie Berlin.

Organisiert wurde das Treffen von einer Frau, die weltweit exklusive Luxusreisen kuratiert und darüber schreibt. Wir trafen uns in einer traditionellen griechischen Taverne. Es gab Namensschilder, aber keine Agenda. Keine Programmpunkte, kein Ziel, das erreicht werden musste. Nur lange Tische, mehrere Stunden Zeit und die Einladung, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Niemand hielt Reden oder erklärte, wie der Nachmittag verlaufen sollte. Niemand musste etwas präsentieren oder erreichen. Wir sprachen uns an, kamen ins Gespräch und wechselten auch mal die Plätze. Und irgendwann sangen wir gemeinsam Like a Prayer von Madonna. Solche Momente lassen sich nicht produzieren. Und sie lassen sich schon gar nicht digital abbilden.

Das Digitale verbindet – und schafft Distanz

Vielleicht ist genau das der Grund, warum solche Treffen gerade wieder entstehen. Nicht als Nostalgie, sondern als Gegenbewegung. Nach Jahren permanenter digitaler Präsenz, nach Social Media, nach Sichtbarkeit und Selbstinszenierung wächst bei vielen von uns eine spürbare Müdigkeit. Nicht gegenüber Technik an sich, sondern dem Gefühl, ständig beobachtet, bewertet und eingeordnet zu werden.

Das Digitale hat uns Nähe versprochen – und zugleich Distanz erzeugt. Wir sind miteinander verbunden, ohne uns wirklich zu begegnen. Wir reagieren, kommentieren, liken – und bleiben doch oft allein. Viele Menschen ziehen sich deshalb bewusst zurück, reduzieren ihre Profile oder nutzen Plattformen nur noch funktional. Nicht aus Ablehnung, sondern aus Erschöpfung. Vielleicht auch aus Enttäuschung.

Es geht dabei nicht darum, digitale Formate abzuwerten. Sie bleiben wichtig, praktisch und oft unverzichtbar im modernen Leben. Aber sie sind kein Ersatz für alles. Sie sind ein Werkzeug, kein Lebensraum für uns Menschen.

Persönliche Begegnung braucht Können

Diese neuen analogen Formate sind deshalb kein Widerspruch zur digitalen Welt, sondern eine Antwort auf sie. Ein Bedürfnis nach Präsenz statt Performance. Nach echter Resonanz statt Reaktion. Nach Begegnungen, die nicht optimiert oder geteilt werden müssen.

Dass wir uns wieder von Mensch zu Mensch treffen wollen, ist kein kurzlebiger Trend, sondern ein Zeichen für das wachende Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen. Für den Wunsch nach Verbindung, nach echten Reaktionen und Resonanz. Nach dem magischen Gefühl, Teil eines gemeinsamen Moments zu sein – nicht als Publikum, sondern als Beteiligte.

Begegnung wird wieder wertvoll, weil sie nicht reproduzierbar ist.

Wir erleben keine Rückkehr zur alten Geselligkeit, sondern etwas Neues: eine stille, analoge Gegenkultur zur digitalen Dauerverfügbarkeit. Begegnungen, die nicht darauf zielen, etwas zu erreichen, sondern etwas zu erleben. Und genau darin liegt ihre Kraft.

Reale Begegnung macht dabei auch soziale Kompetenzen wieder sichtbar, die wir lange unterschätzt haben. Small Talk. Präsenz. Menschenkenntnis. Das Gespür für Situationen. Fähigkeiten, die man nicht downloaden kann, sondern durch Erfahrung, Übung und Training gewinnt. Wer sie besitzt, findet leichter Anschluss. Wer sie verlernt hat, spürt oft, wie anspruchsvoll analoge Nähe sein kann oder geworden ist.

Denn diese Nähe braucht mehr als einen hübschen Raum, gutes Essen, einen Tisch und einen Host. Sie braucht Menschen, die wissen, wie Begegnung funktioniert.

Darin liegt der Kern all der neuen Clubs, Lunches und Gastgeber-Formate: Begegnung wird wieder wertvoll, weil sie nicht reproduzierbar ist. Und die Fähigkeit, ihr Raum zu geben – als Gastgeber:in wie als Gast – entwickelt sich zu einer gefragten Schlüsselkompetenz unserer Zeit.

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Formate und Orte für analoge Begegnungen

Wer selbst erleben möchte, wie sich diese neue Form des Zusammenkommens anfühlt, findet inzwischen eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Formate – lokal wie international. Einige Beispiele:

Deutschland

Berlin

  • Supper Clubs Berlin – private Dinnerformate an wechselnden Orten, oft mit Fokus auf Austausch statt Inszenierung
  • The Book Club Berlin – gemeinsames Lesen im Café, jede*r für sich, aber gemeinsam im Raum
  • Timeleft – App-basierte Dinner-Treffen mit bewusst kuratierten Gruppen

Hamburg

  • Table Talks Hamburg – moderierte Dinnerabende mit offenem Gesprächscharakter
  • Private Dining Hamburg – kleinere, persönlich organisierte Supper-Clubs mit Gastgeber:innen

München

  • Salon Irkutsk / Private Salons – Gesprächsabende und Dinnerformate jenseits klassischer Netzwerke
  • Timeleft München – strukturierte, aber agenda-freie Treffen

International

  • Timeleft (international) – Abendessen mit Fremden, aktiv in zahlreichen Städten weltweit
  • Supper Clubs in London, Paris, New York – oft von Einzelpersonen oder kleinen Kollektiven organisiert
  • Its Beautiful Here – von Georgia Hopkins initiierte Lunch- und Dinnerformate in verschiedenen Städten, entstanden aus der Reise- und Kreativszene
  • The Offline Club (u. a. Amsterdam, London) – bewusste Offline-Treffen ohne Programm

Viele dieser Formate arbeiten bewusst leise. Termine und Orte werden oft nur über Newsletter, Instagram oder persönliche Einladungen kommuniziert. Wenn Sie eine ähnliche Beobachtung gemacht haben oder selbst schon auf einem derartigen Event waren, schreiben Sie mir gern. Ich bin immer interessiert an neuen Begegnungsformaten und wie sie entstehen. Wenn Sie Interesse an meinem neuen Begegnungsformat, dem Modern Life Salon“ haben, finden Sie hier weitere Informationen.

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